Aus wichtigen ISTDP STATEMENTS lernen

Die Amygdala

und die anderen limbischen Zentren verstehen Sprache als rein kognitives Kommunikationsereignis nicht, sondern nur die mit ihr verbundenen emotionalen Komponenten wie Prosodie, Mimik und Gestik, oder sprachlich ausgelöste emotionale Zustände wie bildliche Erinnerungen oder Vorstellungen.

-- Paul Troendle

Bindung, Bond, Attachment

bezeichnet die liebevolle Kern-Bindung, die frühesten gefühlsmässigen Bande der Nähe, die der Säugling und das Kleinkind durch ihre interaktiven und kommunikativen Fähigkeiten und aus einer angeborenen und überlebenswichtigen Neigung und Sehnsucht nach positiven Beziehungen zu ihren frühesten, bedeutsamen und vertrauten Bezugspersonen knüpfen.


Das Personen-Dreieck

schematisiert im therapeutischen Prozess die bewusst und unbewusst erlebten Interaktionen und Beeinflussungen zwischen den genetischen Personen, den Personen der Gegenwart und dem Therapeuten.

-- Paul Troendle

Der Therapeut begegnet

dem Leiden des Patienten mit Respekt und Empathie, fühlt sich aber dafür nicht schuldig und verantwortlich.

-- Paul Troendle

Der Therapeut steht

im Einklang mit dem Unbewussten des Patienten.

-- Paul Troendle

Der Therapeut prüft aufmerksam,

ob die Verbalisierungen des Patienten mit dessen emotional-körperlichen Begleitumständen übereinstimmen, d. h. ob die intrapsychische Wahrnehmung eines Gefühls oder einer Erregung auf das Zentralnervensystem einwirkt und eine hormonale Reaktion zur Folge hat, welche auf die quergestreifte und/oder glatte Muskulatur einwirkt.

-- Paul Troendle

Die PROZESSTECHNIK der ISTDP betont folgende psychodynamischen Aktivitäten:

Herausarbeiten verdrängter positiver Bindungserfahrungen und damit des hochemotionalen Bereiches von Schmerz und Schuld.

-- Paul Troendle

Von neurotischer Angst sprechen wir,

wenn der Patient auf die dynamische Kraft verdrängter oder projizierter Gefahren, die vom Über-Ich oder vom Es ausgehen, in der Übertragung mit Angst und Widerständen reagiert.

-- Paul Troendle

Die Zentrale Dynamische Sequenz (ZDS)

dient jeder Therapiesitzung als Bezugsrahmen und Leitlinie und beinhaltet alle grundsätzlichen Elemente der erprobten Interventionstechniken, die für den therapeutischen Erfolg notwenig sein können.

-- Paul Troendle

Der Druck ("pressure")

zielt auf einen Anstieg der komplexen Übertragungsgefühle, mobilisiert, intensiviert, kristallisiert die Widerstände in der Übertragung und mobilisiert die unbewusste therapeutische Allianz.
Druck beinhaltet alles, was dem Patient hilft sich weiter zu entwickeln.

-- Lothar Matter