Das "universelle Prinzip der psychodynamischen Psychotherapie" bedeutet

Konflikthafte Gefühle (F, „feeling“) triggern Angst (A, „anxiety/inhibition“) und werden deshalb abgewehrt (D, „defense“). Diese maladaptiven Reaktionsmuster wurden in Abhängigkeitsbeziehungen aus der Vergangenheit (P, „past person“) erlernt und werden in gegenwärtigen Beziehungen (C, „current person“) wiederholt, aufrechterhalten und auf den Therapeuten (T, „therapist/ transference“) übertragen.

David H. Malan

The "universal principle of psychodynamic psychotherapy"

Conflicting feelings (F, "feeling") trigger anxiety (A, "anxiety/inhibition") and are therefore defended against (D, "defense"). These maladaptive reaction patterns were learned in dependency relationships from the past (P, "past person") and are repeated in current relationships (C, "current person"), maintained and transferred to the therapist (T, "therapist/transference").

David H. Malan

Alfred Jordi-Ratti : ÄNGSTLICHES, - ALLZUÄNGSTLICHES Angst im Konflikt. Aktualisierung eines psychoanalytischen „déja vu“

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Published
2010
Titel
ÄNGSTLICHES, - ALLZUÄNGSTLICHES Angst im Konflikt. Aktualisierung eines psychoanalytischen „déja vu“
Autor des Artikels, Dokumentes
Alfred Jordi-Ratti
Summary

Langjährige Supervisionserfahrungen unter Einbezug audiovisueller Aufzeichnungen und kasuistischer Literatur vertieften beim Autor zwei professionelle Anliegen: Wie kann die einer analytischen Therapie eigene Potenz unmittelbarer und wirkungsvoller zugunsten der Patienten umgesetzt werden? Zweitens: Wie lässt sich das Auftreten prozesstypischer Schwierigkeiten wie Angstaufkommen, Widerstandsresistenz und Motivationsmangel therapeutisch wirksamer bewältigen? Gehäufte Erfahrungen mit ängstlichen und ausufernden Therapeutenreaktionen angesichts stärkerem Angst- aufkommen und repetitiver Widerstände förderten das didaktische Anliegen, ein „dé- ja vu“-Modell metapsychologischer Konfliktauffassung aufzufrischen. Dessen hand- werklich sorgfältige Umsetzung steigert Verbindlichkeit, Straffung und Transparenz des Therapieprozesses. Ein hoch dynamisches Arbeiten bedarf eines Sicherheits- rahmens für den Patienten: Notwendige Führungskompetenz in Form von Präsenz und Verlässlichkeit, ohne irgendwelche Allmachtsanflüge. Nur so entwickeln Patien- ten strukturell solidere Voraussetzungen zur Begegnung mit ihrem Unbewussten. Ubw. Angst wiederholt zu realisieren und ihren Abwehrmuster-Aspekt zu überwinden, wird dann für beide Parteien entscheidend sein. Davanloo’s Forschungsarbeit war dem Autor unverzichtbare Verständnishilfe.
Schlüsselwörter: Psychoanalytische Therapie - Angst - Konfliktdreieck - IS-TDP – Gegenübertragung.