Wenn Nähe Angst macht
Die Dynamik an der Wand und das schrittweise überwinden des Widerstandes gegen Nähe bei Patienten mit fragilen Abwehren. (RAEC)
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Die Dynamik an der Wand und das schrittweise überwinden des Widerstandes gegen Nähe bei Patienten mit fragilen Abwehren. (RAEC)
Aus der Praxis
Von der Angst des Therapeuten (Arbeit in der Übertragung),
Angstanspannung - Tension release - Kraft und
Stolpersteinen bei den Teilnehmenden.
ermöglicht ein Eintauchen in intergenerationale Schichten des Unbewussten.
Hintergrund: Die intensive psychodynamische Kurzzeittherapie („intensive short-time dynamic psychotherapy“ [ISTDP]) ist ein tiefenpsychologisches Verfahren, das bei Patienten mit funktionellen Beschwerden gute Effekte erzielen kann.
Ziel der Arbeit: Vorstellung des theoretischen Hintergrunds, der therapeutischen TechnikenundderEvidenzderISTDP.
Material und Methoden: Narrative Literaturübersicht.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Im Gegensatz zur üblichen tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist die ISTDP ein hochgradig fokussiertes Verfahren. Bei der Behandlung von Schmerzpatienten geht es darum, dem Patienten zu helfen, seine unbewussten konflikthaften Gefühle zu erleben, die zu unterschiedlichen Angstsymptomen führen (beispielsweise muskuläre Verspannung, Übelkeit, Magen-Darm-Krämpfe) und durch Abwehrmechanismen aufrechterhalten werden. Durch die Verbesserung der Affekttoleranz, die Überwindung der maladaptiven Abwehrmechanismen und die dann mögliche Verarbeitung der verdrängten komplexen Gefühle kommt es zu einer Reduktion oder gar weitgehenden Befreiung von primären Schmerzen. Die ISTDP erreicht hinsichtlich der Schmerzreduktion mittlere bis starke Effekte und scheint damit der kognitiven Verhaltenstherapie bei der Behandlung von primären Schmerzen überlegen zu sein. Allerdings besteht noch weiterer Forschungsbedarf.
I got to know Doctor Davanloo and his way of working with the patients at a symposium in Montreal in 1984. This experience has profoundly changed my professional life as well as positively influenced my private life. And thousands of colleagues made the same experience as me.
Doctor Davanloo has given a new metapsychology to human neurosis and its therapy. For example he has detected, developed and demonstrated…
… a systematic understanding of the degree, the complexity and the destructive consequences of the defenses in human life.
… an instrument to assess the levels of anxiety triggered by life or by our interventions.
… that the therapeutic process is conducted by the Unconscious Therapeutic Alliance between the healthy core of the patient and the therapist.
… that the crystallization of the defenses in the transference is "the glory of the process". And he has given us the key to overcome it to unlock the conflictual feelings towards the early caregivers.
… that exclusively the inner experience of early rage, love and consecutive guilt towards our parents helps us to find an inner peace with them, to let our suffering behind us and to reduce to a minimum the gap between what we do and what we could do.
Doctor Davanloo has dedicated his long professional life to let therapists and patients benefit to a maximum from his discoveries. To promote IS-TDP in Europe he has countless times crossed the Atlantic Ocean. And in 1984 he has helped us found the Swiss Society for IS-TDP under the lead of Joseph Auslaender.
After decades of training by Doctor Davanloo, after organizing many courses and symposia featured by him and after several blocs of personal therapy with him I say goodbye to him in sadness and deepest gratitude.
Rudolf Bleuler, M.D.
Former President of the Swiss Society for IS-TDP rudolf@bleuler.com
Die ISTDP ist eine moderne integrative Psychotherapiemethode, die auf guter empirischer Forschung beruht. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt, und es besteht noch ein großes Potenzial hinsichtlich der Verbreitung dieser wirksamen Therapiemethode und der spezifischen Ausbildung von Therapeuten.
Psychischer Stress spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung chronifizierter Angstreaktionen. In ihrer Alarmfunktion fühlt sich Angst primär unangenehm an. Wenn sie länger anhält, weil die Ursa- chen bestehen bleiben, wie zum Beispiel bei chronischem Stress, wird die Angst nicht mehr bewusst wahrgenommen (verdrängt), und es findet eine Gewöhnung (Habituation) statt. Kommt es zur Angst- überflutung, kann das zu Fehlreaktionen von bedrohlichem Ausmass führen, bis zu Dissoziation und Automutilation, stuporöser Erstarrung oder psychotischen Zustandsbildern und Ähnlichem. Dabei imponiert nicht unbedingt eine Angststörung gemäss ICD-11. Deshalb entgehen diese Angstsympto- me häufig einer gezielten und systematischen Beobachtung, und die Aufmerksamkeit richtet sich zuerst auf die erwähnten pathologischen Auswirkungen. Die Behandler sollten daher so weit sensibi- lisiert werden, dass sie subtile Anzeichen von Angst unmittelbar wahrnehmen können. Damit wäre es möglich, auf das jeweilige Ausmass von Angst wirkungsvoll zu reagieren und damit auch direkt an der individuellen Angstkapazität arbeiten zu können.
Rage is not in itself tension in the straited muscles. The rise in complex feelings build tension in the striated muscle generally progressing from the top of the body (neck to hands) downward. Then the somatic pathway of rage rises through the tension and displaces it at each level, replacing it with energy, heat and violent urges. So there is tone in the muscles but they are not clamped, rather are free to move with the energy/heat activating them.
Wut ist nicht nur Spannung in den gestreiften Muskeln. Die Zunahme komplexer Gefühle baut Spannung in der quergestreiften Muskeln auf, die im Allgemeinen vom oberen Teil des Körpers (Nacken bis zu den Händen) nach unten fortschreitent. Der somatische Pfad der Wut steigt durch die Spannung auf und verdrängt sie auf jeder Ebene und ersetzt sie durch Energie, Hitze und gewalttätige Impulse. Der Tonus der Muskeln ist also vorhanden. Die Muskeln sind aktiviert, sind nicht gehemmt, sondern können sich frei mit der warmer Energie bewegen.
löst der Therapeut im Patienten am meisten Angst und Wut aus, wenn er ihn auf das Gefühl der Nähe zum Therapeuten anspricht. Druck auf die RAEC reaktiviert die Traumatisierung des Zentrums und die Schuldgefühle.
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